Historisches zum Seerenteich

Der Seerenteich ist fast der letzte einer einstmals großen Anzahl von Flössereiteichen an der Wilden Weißeritz. Seit dem 16. Jahrhundert transportierte man Bau- und Brennholz auf der Weißeritz nach Dresden. Deren Wassermenge, vor allem aber die der Zuflüsse, reichte jedoch meistens nicht aus, der wertvollen Ladung genügend Schwung und Auftrieb zu verleihen. Blieben die Stämme an den Ufern hängen, bestand trotz drakonischer Strafen immer die Gefahr des Holzdiebstahls. Zusätzlichen Anschub brachten die Flössereiteiche, deren Wasser dann mit einem Male abgelassen wurde. Der Seerenteich ist an seinem Staudamm mehr als 6 m tief und konnte mithin der Flösserei eine beträchtliche Wassermenge zur Verfügung stellen. Das Holz wurde dann von Floßknechten bis in die Residenzstadt geleitet und am Floßhof - in der Nähe der heutigen Floßhofstraße - zwischengelagert. 1875 konnte auf diese Weise der letzte Holztransport nach Dresden geschickt werden. Dann übernahm die Eisenbahn diese Aufgabe.

Noch vor wenigen Jahren war übrigens am Häuschen über dem Mönch (der Ablassvorrichtung des Teiches) eine Aufschrift zu erkennen: "Krebsen und Fischen verboten!". Abgesehen davon, dass der einheimische Edelkrebs infolge einer Krankheit ("Krebspest") und Verdrängung durch den eingeschleppten amerikanischen Kamberkrebs sehr selten geworden ist,  gibt es mittlerweile wieder Tiere im Teich.



Textquelle:
Naturführer Osterzgebirge

 

Abbildungsnachweis:
(1)

(2) Andre Kaiser

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(4) Unbekannter Fotograf (Deutsche Fotothek)

Der Seerenteich ist ein Pachtgewässer vom Unternehmen „Forellenzucht Tharandt“ Peter Voss und wird gemeinsam mit dem Tharandter Fischereiverein e.V. bewirtschaftet.


Lage Seerenteich: